„The Psychology of Poker“ wurde vom Psychologen Dr. Alan Schoonmaker verfasst. Das Vorwort zum Buch schrieb Mason Malmths und der bekannten Autor und Pokerspieler, David Slansky, wurde als strategischer Berater zu Rate gezogen.
Im Unterschied zu anderen Pokerbüchern, die beispielsweise nur ein Kapitel über die Pokerpsychologie enthalten, taucht „The Psychology of Poker” tiefer in die Materie ein. Schoonmaker weißt darauf hin, dass man fürs Pokerspielen zuerst einmal eine innere Motivation haben muss. Er benennt unterschiedliche Gründe dafür, dass sich Menschen zu Spielen hingezogen fühlen.
So kann es sein, dass jemand des Geldes willen Poker Regeln spielt. Daneben spielen auch andere, nicht außer acht zu lassende Faktoren, wie das Sozialverhalten und das Verlangen um etwas zu wetteifern, eine wichtige Rolle.
Der Autor führt dazu unterschiedliche Konzepte an: acht Pokerprinzipien (eine Serien von Gründen um die „notwendigen Konditionen“ des Spiels zu beweisen), das Gesetz der rationalen Subjektivität und des falschen Egoismus.
Das wichtigste Kapitel in „The Psychology of Poker“ bezieht sich auf „The Styles Grid“. Hier werden Grundfragen zur eigenen Persönlichkeit gestellt, mit dem Ziel unseren eigenen Stil am Pokertisch zu verstehen.
Das Buch unterscheidet vier verschiedene Gruppen von Pokerspielern: „loose aggressive“, „loose passive“, „tight passive“ und „tight aggressive“. Jede Gruppe hat unterschiedliche Charaktereigenschaften und verschiedene Motivationsgrade fürs Poker. Jede Gruppe präsentiert auch ihren eigenen Spielstil (mit seinen Schwächen und Stärken).
Ein Loose aggressive Spieler, auch bekannt als manischer Typ, wird die ganze Zeit den Pott erhöhen, Einsatz um Einsatz machen. Sein Spielstil bringt Emotionen, aber auch viel Chaos ins Spiel.
Der Loose passive Spieler spielt mehr aus Freude, als um Geld zu gewinnen. Sein Spielstil erlaubt es ihm an vielen Händen teilzunehmen. Da er jedoch passiv spielt, versucht er das Geld, was er einsetzt hat nicht zu verlieren.
Den „tight passive“ Spieler kann man als „versteinert“ bezeichnen, so wenige Hände, wie er spielt. Wenn er einmal spielt, dann macht er sehr wenige Einsätze oder erhöht kaum. Er versucht das mitzunehmen, was ihm der Pott bietet, wird aber fast nichts in den Pott stecken. Er macht nur dann hohe Einsätze, wenn er sicher ist, dass er eine gute Hand hat.
Ein „tight aggressive“ Spieler ist wählerisch und setzt nur dann, wenn er gute Möglichkeiten für sich sieht. Ein guter „tight aggressive“ Spieler weiß um die Odds des Potts und die implizierten Odds einer Runde. Er stockt auf, um seine Hände gegen die anderen Spieler zu verteidigen und nimmt die gebotenen Möglichkeiten, um einen Slowplay oder einen Bluff zu machen, gerne an.

